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Meine Schokoladenseite

Ich habe es versucht und bin kläglich gescheitert. Keine Schokolade zu essen, macht einfach keinen Sinn. Bei Vollmilch, Karamell und Nougat wird mein Herz zartschmelzend. Während ich über wiederverschließbare Verpackungen lache, posten andere in Sozialen Netzwerken voller Stolz, wie sie ihre Essensportionen vorkochen und in kleinen Tupperschüsselchen verteilen. Rationieren. Das tut mir schon beim Hinschauen weh. Das kann doch nicht glücklich machen. Oder?
Schokolade schon. Das liegt am Inhaltsstoff Tryptophan. Der beschert Schokohasen Glückshormone im Überfluss. Zumindest dann, wenn man eine Lastwagenladung davon futtert. Wenn ich mir meine tägliche Ration so ansehe  bin ich nicht weit davon entfernt. Das Manko: Bei mir wird die Schokolade rasend schnell zu Hüftspeck. Quasi eins zu eins. Das letzte Mal als ich mich auf die Waage stellte und die Zahlen nach oben schnellten, sagte ich mir: "Hey, ich bin auch nur ein Mensch." Und meine Waage antwortete: "Eineinhalb!"

Das kommt davon, wenn man sich mit Klamotten wiegt. Und davon habe ich mehr als genug - möchte man(n) meinen. In meinem Kleiderschrank hängen Kleidungsstücke für acht Frauen in fünf Größen und vier Jahreszeiten. Nur für mich ist nie etwas Passendes dabei. Also habe ich ausgemistet. Das soll ja auch für Seele und Geist gut sein. Innerliches Entrümpeln. Auch, wenn ich Modelmaße habe - ich bin dreiviertel Model groß und zwei bis drei Model breit - landet vieles am Auf-Nimmer-Wiedersehen-Stapel. Ein Grund warum Frauen so gerne Schuhe kaufen: Die passen immer. Egal was die Waage sagt. Sie und ich reden jetzt übrigens nicht mehr miteinander. Ich habe beschlossen mein Wohlfühlgewicht durchs Fühlen zu ermitteln. Mit sich selbst im Gleichgewicht sein. Das klappt bei mir am besten, wenn ich mich bei einer Bergtour auspowern kann, den Alltag im Tal lasse und am Gipfel den Ausblick sowie einen Schokoriegel genieße. Oder zwei.

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